Fragen + Antworten

Fragen und Antworten zu unseren Actiontouren

 

Was passiert während einer Bauwoche?

Auf dem Gelände des Gutshofs in Welzin wird während der Bauwoche auf nachhaltig pädagogische Weise mit den teilnehmenden Kindern an den konkreten Aufgaben gearbeitet, die das Instandsetzen des Hauses und das Bewirtschaften des großen Geländes bieten. Der Verein gewährleistet eine sachgerechte Planung und Konstruktion, angemessene Materialien sowie fachgerechte Werkzeuge und Geräte. Begleitet werden die Kinder, überall wo es nötig ist, von Pädagogen, Handwerkern und ehrenamtlichen Jugendlichen (Teamern). Was ein Kind konkret auf einer der Fahrten erlebt, bestimmt es mit. Jeder und jede kann frei wählen, an welcher „Baustelle“ er oder sie mitmachen möchte. „Baustelle“ ist ein weiter Begriff für alle Tätigkeiten, die Haus und Gelände bieten. Die Art der Tätigkeiten wird dem Alter entsprechend angepasst.

Neben den (im weitesten Sinne) Bautätigkeiten gibt es natürlich Ruhepausen, im Sommer täglich die Fahrt zum nahegelegenen Badesee mit Volley- und Fußballplatz, eine Kanutour oder Ausflug in die nächste Stadt, das abendliche Lagerfeuer, etc…

Was braucht mein Kind zum Übernachten?

Das Wichtigste ist ein guter Schlafsack fürs Freie, ein einfacher Zimmerschlafsack reicht nur für die Touren in den Oster- und Herbstferien aus! Die Kinder schlafen entweder auf Isomatten in Zwei-Personen-Zelten (auf den Kanutouren) oder in ausgebauten Bauwägen mit 3-4 Betten (Sommer-Bauwochen), bzw. in einer einfachen Unterkunft mit 4-6 Bett-Zimmern (Oster- und Herbsttour).

Was muss ich meinem Kind alles mitgeben?

Dazu erhalten Sie beim Vorbereitungstreffen eine detaillierte Packliste. Ihr Kind muss keine Wechselklamotten für die gesamte Zeit dabei haben, da alles Gepäck selbst getragen werden muss! Statt dessen geben Sie bitte etwas Reisewaschmittel mit, bei Bedarf werden gemeinsam mit den Kindern Wäsche waschen.

Bedenken Sie die verschiedenen Wetterlagen (wir sind auch abends und bei Regen draußen), aber bitte übertreiben Sie es beim Packen nicht, Ihr Kind macht keine Weltreise!

Bitte denken Sie unbedingt daran, Ihrem Kind ausreichend Verpflegung für die Hinfahrt einzupacken. Die erste gemeinsame Mahlzeit ist das Abendessen. Für die Rückfahrt kümmern wir uns natürlich um die Verpflegung.

Für die Bauwochen gilt:

Zum Arbeiten braucht Ihr Kind eine feste knöchelhohe (Wander-)Schuhe, eine feste Hose und ein langärmeliges Oberteil. Diese Sachen werden stark strapaziert und kommen sicher nicht sauber wieder nach Hause zurück… Alle Sicherheitsausrüstung wie beispielsweise Arbeits-Handschuhe wird von uns gestellt.

Wie soll mein Kind das Gepäck bloß alles transportieren?

Optimalerweise in einem Trekking-Rucksack mit max. 50 Litern Volumen. Da passt mit Ausnahme der Isomatte (die kommt außen an den Rucksack) alles rein. Falls nicht, haben Sie es mit der Ausrüstung zu gut gemeint. Bitte verwenden Sie keine Hartschalenkoffer oder ähnlich unhandliche und schwere Dinge für den Gepäcktransport.

Für Kleinkram und Verpflegung während der Hin- und Rückfahrt sollte Ihr Kind zusätzlich einen kleinen Rucksack dabei haben.

Für die Kanutouren stellen wir wasserdichte Packsäcke zur Verfügung.

Darf mein Kind einen MP3-Player oder anderen elektronischen Schnickschnack mitnehmen?

Knappe Antwort: Nein. Wir möchten keine Unterhaltungselektronik während der Actiontour und übernehmen auch keine Verantwortung wenn trotzdem Geräte mitgenommen werden und diese verloren gehen.

Darf mein Kind ein Handy mitnehmen?

Auch hier gilt: Nein. Aus gutem Grund geben Sie bei der Abreise Ihre Telefonnummer an, damit wir Sie oder nahe Verwandte während der Zeit der Actiontour erreichen können. Hat ein Kind Heimweh, werden die Teamer darauf aufmerksam und lassen ein Kind nötigenfalls telefonieren.

Wir werden jedes Handy, dass wir trotz des Verbotes während der Bauwoche entdecken, einsammeln und bei Ankunft in Berlin wieder aushändigen.

Sollten Sie Ihr Kind dringend sprechen müssen, nutzen Sie bitte die angegebenen Notfallhandynummer.

Übrigens: Ein Brief, eine Postkarte oder ein Überraschungspäckchen sind für die Kinder viel wertvoller als ein Anruf per Handy.

Wie viel Taschengeld soll ich meinem Kind mitgeben?

Das entscheiden letztlich Sie. Aber hier die nötigen Hilfen: Wenn, dann braucht Ihr Kind das Taschengeld nur für Hin- und Rückreise sowie bei einem Ausflug, bspw. für ein Eis, etc…

Getränke gibt es natürlich immer und jederzeit kostenlos. Ihr Kind wird also auch ohne Taschengeld nicht verdursten. Wir empfehlen als Richtwert maximal 10,00 Euro.

Darf ich meinem Kind eigene Süßigkeiten mitgeben?

Ja, natürlich. Aber bitte nicht rauen Mengen. Wir legen Wert auf eine ausgewogene Ernährung und ökologisch korrektes Essen welches wir mit den Kindern gemeinsam zubereiten.

Mein Kind muss regelmäßig Medikamente einnehmen. Wie wird das gewährleistet, dass mein Kind diese Medikamente auch nimmt?

Wichtig ist vor allem, dass Sie das auf der Einverständniserklärung (diese erhalten Sie beim Vorbereitungstreffen) vermerken! Wir brauchen vor allem die Dosis und Einnahmezeiten und die Information, ob Ihr Kind das Medikament selbständig einnimmt. Bitte vermerken Sie auf der Verpackung den Namen Ihres Kindes!

Ein Teamer wird sich um die regelmäßige Verteilung der Medikamente kümmern.

Was ist, wenn mein Sohn/meine Tochter Heimweh bekommt?

Heimweh kann sehr viele Ursachen haben. Das Gefühl von Unsicherheit in einer fremden Umgebung erzeugt eine Sehnsucht nach dem Zuhause oder den Eltern. Das hat zur Folge, dass das Kind von dieser Stimmung immer mehr beeinflusst wird und sich dabei oft aus einer Gruppe selbst ausgrenzt. Wir haben es dann mit einem Teufelskreis zu tun, da sich das Kind immer unwohler fühlt, was das Heimweh wiederum verstärkt. Wir sehen Heimweh als eine Chance an sich selbst zu wachsen. Ein Kind muss lernen, mit diesem Gefühl umzugehen. Wir werden ein Kind nicht beim ersten kleinen Anzeichen nach Hause schicken, sondern uns zuerst bemühen, bei der Bewältigung des Heimwehs zu helfen. Nur in letzter Konsequenz rufen wir die Eltern an, um Ihr Kind abzuholen!

Was passiert, wenn mein Kind einen Unfall hat?

Unsere TeamerInnen werden das Kind erstversorgen und entscheiden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Falls notwendig, wird das Kind zum Arzt oder zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gefahren. Natürlich werden Sie (oder die angegebene Person auf der Einverständniserklärung) sofort telefonisch verständigt. Es kommt selten vor, dass wir ein Kind nicht nach einer Behandlung im Krankenhaus gleich wieder mitnehmen können. Wir werden dann zusammen mit Ihnen und dem/der Betroffenen besprechen, ob es sinnvoll ist, an der Tour weiterhin teilzunehmen.

Was ist, wenn mein Kind von einer Zecke gebissen wird?

Zuerst einmal achten wir darauf, dass sich die Kinder vor dem Aufenthalt in hohem Gras oder im Wald mit Autan o.Ä. schützen. Sollte eine Zecke trotzdem zubeißen (das wird sich nicht ganz verhindern lassen), haben wir spezielle Pinzetten zur sachgemäßen Entfernung der Zecke dabei. Sollte sich die Wunde entzünden oder Ihr Kind andere Symptome einer FSME-Erkrankung zeigen suchen wir sofort den Arzt auf.

Wie ist mein Kind während der Actiontour versichert?

Zuerst einmal gilt die reguläre Kranken- und Haftpflichtversicherung, ggf. auch eine vorhandene Unfallversicherung für Ihr Kind. Darüber hinaus schließen wir für jeden Teilnehmer eine kombinierte Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung ab, die für alle Kosten aufkommt, die Ihre Versicherung nicht übernimmt.

Wie sind die Kinder genau untergebracht?

Die Kinder schlafen entweder in Zwei-Personen-Zelten oder in ausgebauten Bauwägen mit 3-4 Betten. Für jede Zelt/Bauwagenbesatzung steht eine/r unserer TeamerInnen als Vertrauensperson zur Verfügung.

Mein Kind hat eine Lebensmittelallergie/darf bestimmte Sachen nicht essen. Was tun?

Kein Problem, bitte vermerken Sie dies auf der Einverständniserklärung

Wer kocht?

Jeder ist mal mit Kochen (und Abspülen) dran. Natürlich kochen die Kinder nicht alleine, sondern gemeinsam mit den TeamerInnen.

Woher kommt überhaupt das Essen?

Der allergrößte Teil der verwendeten Lebensmittel stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Alle frischen Waren besorgen wir von Bäckereien, Bauern und Lebensmittelgeschäften aus der Umgebung.

Ich würde gerne mein Kind während der Actiontour kurz besuchen!

Wir bitte Sie dringend, das nicht zu tun! Wir wissen, dass oft die Eltern mehr unter der Trennung leiden, als Ihre Kinder, die nun für einige Zeit „in einer anderen Welt leben“. Schreiben Sie Ihrem Kind eine Postkarte oder einen Brief und zeigen damit Ihre Verbundenheit!